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bq nexus – From detail to done

Leistungsphasen

Kostenschätzung und Kostenberechnung nach DIN 276 mit Software

Kostenschätzung (LPh 2) und Kostenberechnung (LPh 3) nach DIN 276 brauchen Flächen und Mengen aus dem Plan. Ein Modul von bq nexus dafür ist in Entwicklung: Es soll die Kosten auf dieselben prüfbaren Mengen stützen, die bq nexus heute für das Leistungsverzeichnis ermittelt – gegliedert nach Kostengruppen und, wo gewünscht, nach Gewerken.

in Entwicklung

Stand: 22. Oktober 2026

Was verlangt die HOAI in den Leistungsphasen 2 und 3?

In der Vorplanung (LPh 2) erstellt das Büro eine Kostenschätzung nach DIN 276 und vergleicht sie mit dem finanziellen Rahmen des Bauherrn. In der Entwurfsplanung (LPh 3) folgt die Kostenberechnung nach DIN 276, die mit der Kostenschätzung verglichen wird. So steht es sinngemäß in den Grundleistungen der Anlage 10.1 zur HOAI, für Gebäude und Innenräume gleich.

Auf die beiden Phasen entfallen nach § 34 Abs. 3 HOAI zusammen 22 % des Honorars: 7 % auf die Vorplanung, 15 % auf die Entwurfsplanung. Die Kostenermittlung ist dabei eine Grundleistung unter mehreren, wird aber später zum Maßstab für jede Kostenkontrolle.

Wie gliedert die DIN 276 die Kosten?

Die DIN 276 ordnet die Kosten eines Bauprojekts in Kostengruppen, die sich in Ebenen weiter unterteilen. Die Kostengruppe 300 umfasst das Bauwerk mit seinen Baukonstruktionen, die Kostengruppe 400 die technischen Anlagen. Je weiter die Planung fortschreitet, desto feiner wird gegliedert: Die Kostenschätzung kommt mit einer gröberen Gliederung aus, die Kostenberechnung geht eine Ebene tiefer. Den genauen Umfang jeder Kostenermittlung regelt die Norm selbst.

Neben der Gliederung nach Kostengruppen lässt die Norm eine Gliederung nach der Ausführung zu, also nach Vergabeeinheiten oder Gewerken. Für Büros ist das der Übergang zur Leistungsphase 6: Wer schon in der Kostenberechnung nach Gewerken denkt, kann die Kosten später Position für Position mit den Leistungsverzeichnissen vergleichen. Welches Gewerk des Innenausbaus zu welcher Kostengruppe gehört, zeigt unser Beitrag KG 300 nach Gewerken.

Was soll das Modul Kosten leisten?

Das Modul Kosten ist in der App von bq nexus angelegt und beschrieben, es rechnet aber noch nicht. Unterstützen soll es zwei Aufgaben:

Kostenschätzung (LPh 2)
Flächen aus den Grundrissen als Grundlage für eine Kostenschätzung auf der gröberen Ebene der DIN 276.
Kostenberechnung (LPh 3)
Mengen aus den Plänen je Kostengruppe – Wand-, Decken- und Bodenflächen – als Grundlage für die Kostenberechnung, zusammen mit Kennwerten und Preisen des Büros.

Die Kostenkennwerte und Preise bringt das Büro mit: aus eigener Erfahrung oder aus einer Kostendatenbank seiner Wahl. bq nexus soll die Mengen dazu liefern, nicht die Preise. Jede Menge behält ihren Rechenweg bis zum Raum, und was der Plan offenlässt, bleibt als Lücke sichtbar.

Lücke: Eine Fläche, die der Plan nicht hergibt, geht nicht mit null in die Kostenermittlung ein, sondern erscheint als offene Stelle, die das Büro schließt.

Warum dieselben Mengen wie im Leistungsverzeichnis?

Kostenberechnung und Leistungsverzeichnis entstehen in vielen Büros aus getrennten Ermittlungen, oft durch verschiedene Personen und zu verschiedenen Planständen. Die HOAI verlangt aber, dass sie später verglichen werden: in der LPh 6 die Kosten aus bepreisten Leistungsverzeichnissen gegen die Kostenberechnung, in der LPh 7 die Angebote gegen beides. bq nexus setzt deshalb auf ein Massenverzeichnis je Projekt, aus dem alle Phasen schöpfen. Eine Abweichung zwischen Kostenberechnung und LV lässt sich dann auf einen Raum oder eine Wand zurückführen.

Was können Sie heute schon nutzen?

Das Massenverzeichnis aus der Leistungsphase 6 ist verfügbar: Räume mit Flächen, Wände mit Längen und Flächen, Türen – je Plan und mit Rechenweg. Diese Mengen können Sie heute bereits als Grundlage einer eigenen Kostenermittlung verwenden. Die Gliederung nach Kostengruppen, die Verknüpfung mit Kennwerten und der Vergleich der Kostenstände übernimmt das Modul Kosten erst, wenn es fertig ist.

Vorschlag zur Prüfung: Auch im Modul Kosten wird jedes Ergebnis ein Vorschlag sein. Die Kostenermittlung bleibt Leistung des Büros.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Kostenschätzung und Kostenberechnung?

Die Kostenschätzung entsteht in der Vorplanung (LPh 2) auf Grundlage der Vorentwurfspläne und ist gröber gegliedert. Die Kostenberechnung entsteht in der Entwurfsplanung (LPh 3), ist eine Ebene feiner nach DIN 276 gegliedert und wird mit der Kostenschätzung verglichen.

In welcher Leistungsphase wird die Kostenberechnung erstellt?

In der Leistungsphase 3, Entwurfsplanung. Die HOAI nennt die Kostenberechnung nach DIN 276 dort als Grundleistung in Anlage 10.1.

Kann man die Kostenberechnung nach Gewerken gliedern?

Ja. Die DIN 276 lässt neben der Gliederung nach Kostengruppen auch eine Gliederung nach der Ausführung zu, etwa nach Vergabeeinheiten oder Gewerken. Das erleichtert den späteren Vergleich mit den Leistungsverzeichnissen.

Kann ich bq nexus heute schon für die Kostenberechnung nutzen?

Das Modul Kosten ist in Entwicklung und rechnet noch keine Kosten. Verfügbar ist das Massenverzeichnis mit Räumen, Flächen, Wänden und Türen, das Sie als Grundlage einer eigenen Kostenermittlung verwenden können.

Liefert bq nexus Kostenkennwerte in Euro pro Quadratmeter?

Nein. Kennwerte und Preise bringt das Büro mit, aus eigener Erfahrung oder einer Kostendatenbank seiner Wahl. bq nexus soll die Mengen mit Rechenweg dazu liefern.

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Sehen Sie das Massenverzeichnis an Ihrem eigenen Plan.

In einem persönlichen Termin zeigen wir, welche Mengen bq nexus heute ermittelt und wie das Modul Kosten darauf aufbauen soll.

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